LED Unterbaubeleuchtung für die Küche selber machen
So machst du LED Unterbaubeleuchtung für deine Küche selber
Veröffentlicht am 2. Juli 2026 · Lesedauer: 9 Minuten
Wer schon einmal im Schatten der eigenen Hängeschränke Gemüse geschnitten hat, kennt das Problem: Die Deckenlampe sitzt hinter dir, und auf der Arbeitsplatte liegt genau dort Schatten, wo du ihn am wenigsten brauchst. Eine LED-Beleuchtung unter dem Küchenschrank löst das in wenigen Stunden – blendfrei, energiesparend und ganz ohne Elektriker. In dieser Anleitung zeigen wir dir, welche LED Streifen sich für die Küche eignen, wie du Länge und Helligkeit berechnest und wie du die Unterbauleuchte Schritt für Schritt montierst.
Kurz & knapp: Für die LED-Beleuchtung unter dem Küchenschrank eignen sich COB LED Streifen (24V) im Alu-Profil am besten – sie leuchten die Arbeitsplatte gleichmäßig und ohne Punkte aus. Für Arbeitslicht ist Neutralweiß (4000 Kelvin) ideal, für Stimmung Warmweiß (2700–3000 K). Montiere den Streifen vorne an der Schrankunterseite, damit das Licht nach vorne auf die Platte fällt und nicht in die Augen. Rechne mit rund 300–400 Lumen pro Meter; der Einbau dauert etwa 2–3 Stunden.
Inhalt
Warum LED unter den Küchenschränken?
Welche LED Streifen für die Küche?
Planung: Länge, Lumen & Netzteil berechnen
Mit Bewegungssensor: Licht ohne Schalter
Warum LED unter den Küchenschränken?
Eine Unterbauleuchte sitzt genau da, wo gearbeitet wird: direkt über der Arbeitsplatte. Das Licht fällt von vorne auf Schneidebrett, Herd und Spüle, statt von der Decke Schatten zu werfen. Gleichzeitig ist eine indirekte LED-Beleuchtung an den Unterschränken ein echter Hingucker, der die ganze Küche hochwertiger wirken lässt.
Welche LED Streifen für die Küche?
Für die Beleuchtung der Arbeitsplatte in der Küche sind COB LED Streifen die beste Wahl. COB („Chip on Board") bedeutet, dass die LEDs so dicht sitzen, dass eine durchgehende Lichtlinie ohne Punkte entsteht – auf einer glänzenden Arbeitsplatte spiegeln sich sonst einzelne Leuchtpunkte unschön. Nimm einen 24V-Streifen: Er hält die Helligkeit über die ganze Schrankzeile gleichmäßig.
Bei der Lichtfarbe kommt es auf den Zweck an. Zum Kochen und Schneiden ist Neutralweiß (4000 Kelvin) ideal, weil es Farben natürlich zeigt und wach macht. Wer die Unterbauleuchte eher als Stimmungslicht nutzt, wählt Warmweiß (2700–3000 K). Mit einem CCT-Streifen bekommst du beides in einem und stellst die Farbtemperatur je nach Tageszeit ein.
Diese vier COB-Streifen passen gut in die Küche – für Arbeitslicht empfehlen wir die neutralweiße oder die CCT-Variante:
Hinweis: In der Nähe von Spüle und Herd ist Spritzwasser im Spiel. Wähle dort einen Streifen mit Schutzart IP65; im trockenen Bereich der Schrankzeile reicht IP20.
Material & Komponenten
Neben dem Streifen brauchst du ein Profil zum Kaschieren, ein Netzteil und – wenn du dimmen willst – einen Controller. Achte darauf, dass Streifen, Netzteil und Controller alle die gleiche Spannung (24V) haben.
| Komponente | Empfehlung | Menge |
|---|---|---|
| COB LED Streifen 24V | Neutralweiß 4000 K (Arbeitslicht) oder CCT | nach Schrankzeile |
| LED-Profil (Aufbau) | Alu-Profil mit Opal-Abdeckung gegen Blendung | nach Länge |
| 24V Netzteil | Watt = Streifen-W/m × Meter + 20 % Reserve | 1 Stück |
| LED Controller / Sensor | zum Dimmen oder für Bewegungs-/Handsensor | 1 Stück |
| Verbinder & Kabel | Eckverbinder für die Schrankecken, Zuleitung | nach Bedarf |
Planung: Länge, Lumen und Netzteil berechnen
Miss die Unterseite deiner Hängeschränke aus – nur die Bereiche über der Arbeitsplatte, nicht über Dunstabzug oder Kühlschrank. Das ergibt die Streifenlänge. Für gutes Arbeitslicht solltest du auf der Arbeitsplatte rund 300 Lux erreichen; ein COB-Streifen mit etwa 300–400 Lumen pro Meter deckt das gut ab.
Rechenbeispiel: Deine Schrankzeile über der Platte misst 3 m. Bei einem Streifen mit 13 W/m ergibt das 39 W. Mit 20 % Reserve reicht ein 24V Netzteil mit rund 50–60 W bequem aus. Bei kurzen Strecken kannst du sogar ein kleines Steckernetzteil nutzen.
Tipp: Setze das Profil möglichst weit vorne an die Schrankunterseite und richte den Streifen leicht Richtung Wand. So fällt das Licht auf die gesamte Arbeitsplatte und blendet nicht, wenn du davorstehst.
Schritt-für-Schritt-Montage
Mit ein bisschen Sorgfalt hast du die Unterbauleuchte in zwei bis drei Stunden fertig. So gehst du vor:
Miss die Schrankunterseiten aus und schneide das Alu-Profil auf Länge. Für durchgehende Ecken sägst du eine Gehrung; alternativ trennst du an der Ecke und verbindest die Streifen mit einem Eckverbinder.
Reinige die Schrankunterseite, dann klebe (oder schraube) das Profil vorne an die Kante. Geschraubt hält es dauerhaft besser als nur mit Klebeband – gerade bei Wärme über dem Herd.
Trenne den COB-Streifen nur an den markierten Schnittstellen. Zieh die Schutzfolie ab und drücke ihn mittig ins Profil. An den Schrankecken verbindest du die Abschnitte mit Eckverbindern oder Kabel.
Führe die Zuleitung verdeckt nach oben oder hinter den Schrank zur nächsten Steckdose. Schließe den Controller zwischen Streifen und Netzteil an und achte auf die Polung (+/−).
Verbinde das Netzteil und steck es ein. Leuchtet alles gleichmäßig? Falls ein Abschnitt dunkel bleibt, prüfe Verbinder und Polung. Danach die Zuleitung sauber mit Kabelclips verstecken.
Mit Bewegungssensor: Licht ohne Schalter
Besonders praktisch in der Küche ist ein Sensor: Das Licht geht an, sobald du die Hand unter den Schrank hältst oder dich näherst – ideal, wenn die Hände voll oder schmutzig sind. Dafür setzt du einen Bewegungs- oder Handsensor zwischen Netzteil und Streifen.
Wer die Beleuchtung lieber per App oder Sprachbefehl steuern will, wählt einen WLAN- oder Zigbee-Controller aus der Smart-Home-Kategorie. Dann lassen sich Szenen und Zeitpläne einrichten – etwa helles Neutralweiß beim Kochen und gedämpftes Warmweiß am Abend.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Diese vier Stolperfallen kosten bei der Küchen-Unterbaubeleuchtung am meisten Nerven – mit etwas Planung umgehst du sie.
Häufig gestellte Fragen
Welche Lichtfarbe eignet sich für die Küche?
Zum Kochen und Arbeiten ist Neutralweiß mit 4000 Kelvin ideal, weil es Farben natürlich zeigt und wach macht. Für gemütliches Stimmungslicht passt Warmweiß (2700–3000 K). Mit einem CCT-Streifen hast du beides und stellst die Farbtemperatur je nach Situation ein.
Wie viele Lumen braucht die Unterbaubeleuchtung?
Für Arbeitslicht auf der Platte solltest du rund 300 Lux erreichen. Ein COB-Streifen mit etwa 300–400 Lumen pro Meter deckt das gut ab. Bei sehr dunklen Arbeitsplatten oder tiefen Schränken darf es etwas mehr sein.
Kann ich die LED Streifen ohne Bohren anbringen?
Ja. Sowohl das Alu-Profil als auch der Streifen haben ein Klebeband auf der Rückseite. Reinige die Schrankunterseite mit Alkohol, dann hält es zuverlässig. Über dem Herd, wo Wärme wirkt, ist Schrauben aber die haltbarere Lösung.
Wie viel Strom verbraucht die Küchenbeleuchtung?
Ein COB-Streifen verbraucht je nach Typ 8–13 Watt pro Meter. Bei 3 m Schrankzeile und 2 Stunden Betrieb täglich sind das nur rund 20–30 kWh im Jahr – also wenige Euro. Gedimmt sinkt der Verbrauch weiter.
Brauche ich einen Elektriker für die Unterbauleuchte?
Nein. LED Streifen laufen mit ungefährlicher 24V-Kleinspannung und werden per Netzteil an eine normale Steckdose angeschlossen. Streifen, Profil und Controller montierst du selbst. Nur für eine neue, fest verdrahtete Steckdose brauchst du eine Elektrofachkraft.
✓ Zusammenfassung
Eine LED-Beleuchtung unter dem Küchenschrank bringt schattenfreies Licht auf die Arbeitsplatte – in zwei bis drei Stunden und ganz ohne Elektriker. Nimm einen COB LED Streifen (24V, neutralweiß 4000 K oder CCT) in einem Alu-Profil, montiere ihn vorne an der Schrankkante und dimensioniere das Netzteil mit 20 % Reserve. Am Spülbecken IP65 wählen, einen Sensor ergänzen – fertig ist die perfekte Arbeitsbeleuchtung.
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